Freitag, 21. Juli 2017

Der Schritt ins Neue

Der Juli war ein Monat, der wirklich mit meinen Gefühlen gespielt hat. Ich hatte Angst vor der nächsten Zeit, was mit mir geschieht, was meine Zukunft für die nächsten Jahre sein wird. Oder für immer. Es war alles so ungewiss, und die Leute ließen sich Zeit, auf meine Bewerbungen zu antworten. Bei einigen von denen frage ich mich, ob sie die Email überhaupt schon geöffnet haben.

Doch die Probewoche in der einen Agentur ist rum und zugegeben: Es war nicht leicht. Wirklich nicht. Ich kam mir vor wie die blöde Neue, die neu in eine Schulklasse kommt, keinen kennt und der alles fremd vorkommt. Um ehrlich zu sein, war aber auch alles fremd: Das Gebäude, die Menschen, selbst die Stadt - einfach alles.
Die ersten zwei Tage in der Probewoche (die übrigens vom 17. bis zum 21. Juli stattfand, just saying) fühlte ich mich alles andere als wohl. Beschissen trifft es wohl eher. Ich kannte niemanden, ich war unsicher, jemanden anzusprechen, verbrachte meine Mittagspausen alleine am Schreibtisch und insgesamt kroch die Zeit vor sich hin. 
Ich vermisste meine Freunde und insbesondere die Fachabizeit immer mehr - ist ja nicht so, dass ich das nicht schon vor dieser Woche tat. Es fühlte sich wie Heimweh an, nur mit dem Unterschied, dass es dafür keine Lösung gibt. Kann ich nicht einfach die Zeit zurückdrehen und wieder mit meinen Freunden im Klassenraum sein, auf der Fensterbank in der Pause sitzen und gemeinsam mit meinen Lieblingsmenschen lachen? So in etwa waren meine Gedanken oft dort. 

Aber nicht nur das soziale machte mir Probleme, auch das praktische. Ich hatte am Montag und Dienstag nur Tutorials über Retuschetechniken anschauen als Aufgabe bekommen. Am Anfang ja ganz interessant, aber nach Stunden hängt dir das zum Hals raus und wirklich wach hält dich das nicht. Ja, ich war am einschlafen. Wundert das einen, wenn man nur da sitzt, nichts macht und einem Typen zuhört?

Die Mitte der Woche wurde erreicht, die Spannung löste sich allmählich. Meine Sitznachbarin fängt im August ihre Ausbildung an und ist geschätzt ein Jahr älter. Ich weiß nicht, wie wir in ein Gespräch kamen, aber wir quatschten und ich merkte, dass sie doch ziemlich nett ist. Vorher hatte ich nämlich das Gefühl, dass sie mich nicht leiden konnte, weil sie kaum bis gar nicht mit mir gesprochen hat. 

Und so riss ich um 13 Uhr meinen ganzen Mut zusammen und fragte, ob ich mit ihr Mittagspause machen könnte, als sie von der anderen Praktikantin (welche auch angehende Azubi ist) abgeholt wurde. Endlich Anschluss. Ich war echt froh, das Maul aufzubekommen, denn ich hänge mich ungern an bereits bestehenden Gruppen an. Ich weiß nicht ... bei sowas habe ich immer das Gefühl, nicht dazuzugehören. Als würde ich mich einmischen.
Aber bei denen ging es. Ich hielt mich noch etwas bedeckt, hörte mehr zu, als zu reden. Dennoch: Langsam fühlte ich mich doch ganz wohl. 

Und wie durch ein Wunder bekam ich durch einen Betreuerwechsel endlich Aufgaben, bei denen ich zeigen konnte, was in mir steckte. Endlich konnte ich scribbeln, meine Kreativität aus mir rauslassen, die man gefühlt  wie einen Löwen die letzten Tage herzlos in einen Käfig eingesperrt und bis zu dem Tag nicht rausgelassen hatte. Und jetzt, nachdem er so viel Energie durch die geraubte Freiheit aufgestaut hat, musste er sie rauslassen.
An diesem Tag wurden drei Infografiken sowie ein grobes Konzept zu einem Poster von mir erstellt.
Am Donnerstagmorgen wurde ich gegen halb zehn dann in die Personalabteilung gerufen. Ich lief also die Treppen hoch bis zur dritten Etage, ging dann wie eine Verwirrte in den Raum direkt auf der anderen Seite der Treppe und fragte vorsichtig, ob denn hier die Personalabteilung wäre. 
"Ja, und du musst zu mir. Ich habe deinen Vertrag.", sagte eine Frau zu meiner rechten. Gerade erst auf einen Stuhl sich niederfallen gelassen, ging sie mit mir quick die vielen Papiere des Vertrages durch und ich wusste, dass ich mir das alles langfristig nicht merken werde. 
"Da musst du unterschreiben. Und das brauchen wir für die Versicherung." Ich weiß nicht mehr, was sie gesagt hat. Fazit: Der Stapel ist übelst dick. 

Ich kam dann unten wieder im Büro an, hab den Briefumschlag mit dem Vertrag darin auf den Tisch gelegt und mich erstmal auf den Stuhl gesetzt. Meine Sitznachbarin sah mich nur und fragte, ob ich gerade die Ausbildung bekommen habe. 
Ich antwortete mit "Ja" - begleitet  von einem Unterton, dem man mir anmerkte, wie happy, erleichtert, aber auch fertig ich über die Situation war. Auch mein Betreuer freute sich. 

Nach all den Absagen, selbst die vielen Monate davor, kann ich es kaum glauben, doch noch etwas geufnden zu haben, mit dem ich mich anfreunden kann: Eine Ausbildung zur Mediendesignerin. Anfang Juli dachte ich, dass ich einen Weg einschlagen müsste, der mich alles andere als happy macht, aber jetzt bin ich guter Zuversicht. Jetzt darf ich doch noch da lang gehen, von dem ich jahrelang bereits träume.
Zugegeben, ich vermisse meine Freunde, die ich nicht mehr tagtäglich um mich herum habe(n werde), ich muss mich mit neuen Gesichtern anfreunden, muss verantwortungsvoller und erwachsener sein und generell trete ich ab jetzt in eine komplett andere Welt. 
Ich habe irgendwie Angst vor dem Berufsleben, zu sehr habe ich die Schule doch geliebt. Aber ich bin mir sicher, dass es eine aufregende Zeit sein wird. 

Es ist irgendwie komisch, jetzt mit dem Thema "Schule" hier abzuschließen und von nun an wahrscheinlich über das Business Life zu berichten. Ich fühle mich irgendwie immer noch wie die Julie, die gerade erst mit dem Bloggen hier angefangen hat. Und trotzdem: Mit der Firma habe ich bestimmt ein gutes Los gezogen (ich meine, die haben Grafiktablets in der Größe DIN A3! ... Okay, zurück zum Ernst). Ich werde sehr viel lernen, sowohl von den Programmen, als auch theoretischen Kram. Und ich werde mich persönlich weiter entwickeln.

Ab jetzt starte ich in einen neuen Lebensabschnitt - und nehme euch dabei natürlich mit. 💜 Denn auch darüber werden mit Sicherheit Artikel (und Diarys) kommen, da bin ich mir sicher. 
Auf geht's, Freunde, in eine spannende Zeit!

Samstag, 15. Juli 2017

Kritzelpost #03: Magical Girls, fusioniert euch!

Ich muss das Logo unbedingt mal überarbeiten ...
Nach einer kleinen zweimonatigen Pause ist es wieder zurück: Kritzelpost! Leider mussten wir die letzten zwei Male aufgrund von Schulstress passen, nur, damit ihr Bescheid wisst.

Dafür hatten wir aber reichlich Zeit, uns Gedanken um das heutige Thema zu machen.


Holy, wie geprägt war meine Kindheit mit Magical Girls? Sailor Moon, Jeanne, DoReMi, Pretty Cure, Tokyo Mew Mew und tausend andere. Ich war fasziniert von diesen Mädchen, die in farbenfrohe Kleider schlüpfen und die Welt vor Bösen rettet. Und ich habe mir immer innerlich gewünscht, auch irgendwann magische Kräfte verleiht zu bekommen - am liebsten als Hexenschülerin wie Doremi. 

Doch wie würde es aussehen, wenn man zwei dieser Kindheitshelden fusioniert, sodass ein ganz neues Magical Girl rauskommt?

Nutyes und ich haben uns dieser Frage gestellt und es war für uns beide echt nicht leicht, uns für zwei dieser vielen Kandidaten zu entscheiden.  Für meinen Artikel entschied sich Nutyes dann zwischen der Kombination aus Sailor Moon und Card Captor Sakura:


Ahh, da hat sie ein kleines Stück Kindheit mit in den Brief gepackt. xD Ich war damals so verrückt nach Sailor Moon!
Card Captor Sakura selbst entdeckte ich erst mit 13-14 Jahren und hat mich nicht so in den Bann gerissen wie dieser alte Klassiker.

Kleines Ratespiel: 

Welche Merkmale gehören zu welchem Magical Girl? 

Auflösung: 

Hut ➜ Card Captor Sakura
Haare ➜ Card Captor Sakura 
Augen ➜ Card Captor Sakura
Outfit ➜ Sailor Moon 
Zauberstab ➜ Card Captor Sakura
Schuhe ➜ Card Captor Sakura
Hintergrund ➜ Sailor Moon

Auf Nutyes Zeichnung passt zwar alles ganz gut, aber wie schaut es in der Realität aus? Harmonieren beide Zeichenstile oder fällt der Unterschied dann doch zu krass auf?

Ich kam auf die Idee, die Fusion in Photoshop nachzubauen, jedoch beide unterschiedliche Stile zu behalten.


Da wäre sie - die Sailor Card Captor! Mit der Kraft des Mondes jagt sie also alle Clow Cards.
Im Ernst, ich finde, das passt sogar eigentlich relativ gut - der Hut müsste zwar farblich noch an die Schuhe angepasst werden, aber sonst?

Checkt auf jeden Fall noch Nutyes' Blog aus, denn da gibt es meine Fusion zweier Magical Girls!


Habt ihr als Kind auch viele Animes mit Magical Girls geschaut? Welche war denn euer Liebling?

Freitag, 14. Juli 2017

Nächste Halt: Zukunft!

Zuvor ...

Die erste Zeit in diesem Monat war ziemlich anstrengend und auch ätzend. Da mich die Hochschule nicht genommen hat, musste ich Alternativen finden, kurz gesagt: Einen Ausbildungsplatz. Leider sind diese in meinen Bereich in der Umgebung hier sehr rar besiedelt, erst recht kurz vor Ausbildungsbeginn..

Trotzdem schickte ich einige Bewerbungen ab, manche meldeten sich und meinten, sie hätten schon jemanden, wünschten mir aber weiterhin viel Glück, andere würgten mich direkt nach dem Anschreiben ab. Aber da gab es diese eine Firma, welche mich auf dem Handy anrief. Es war eine Frankfurter Nummer.
"Ihre Bewerbung hat uns ziemlich gut gefallen und wir würden Sie gerne zu einem Vorstellungsgespräch inklusive Schnuppertag einladen, um Sie kennen zu lernen.", sagte der Anrufer. 
Ich stimmte sofort zu und so wurde ich für den 13. Juli um 9 Uhr dort in die Firma eingeladen.

Die Anfahrt

Vom Fahren her war es bis nach Frankfurt ganz bequem ‒ ab da musste ich dann zur U-Bahn oder sonstigem greifen, allerdings war es mir für das Vorstellungsgespräch zu riskant und stressig, ich hab null Ahnung von Frankfurt.

So nahm ich den Bus um 6:40 Uhr in den Nachbarort, welcher einen Bahnhof hatte. Der Zug auf Gleis 2 stand schon da, als ich in den Bahnhof kam und als ich mir einen Zugplatz gesafet hatte, fuhr er nach etwa zehn Minuten schließlich los nach Frankfurt.
Zuerst hatte ich mich gefreut, in einem leeren Zug zu sitzen und doch nicht allzu viele Menschen um mich herum zu haben, doch nach und nach wurde es nach jeder Haltestelle immer voller. Immer mehr Menschen mit Anzug stiegen ein. 

In Frankfurt um etwa viertel vor acht angekommen, irrte ich erstmal komplett orientierungslos umher, bis ich schließlich Backwerk fand. Ich wollte sowieso etwas vor dem Termin snacken. Zwei gekaufte Crossiants später suchte ich dann erstmal den Ausgang und hui, der Bahnhof ist einfach riesig, es sind viel zu viele Menschen, die im Weg stehen und dann bin da ich, die sich überhaupt nicht auskennt. 
Schließlich fand ich dann doch den Ausgang und suchte draußen nach Taxis. Ein Blick nach links ‒ und schon entdeckte ich die Herde an Taxen. 
Jedoch kostete es mich einige Minuten an Überwindung, an ein Auto zu gehen und zu fragen, ob mich derjenige zur Straße fahren könnte. Dennoch, ich riss mich zusammen, ging selbstbewusst an eine Autotür und fragte denjenigen, ob er gerade frei wäre. "Ja.", antwortete er und so gab ich ihm die Adresse, während ich mich gerade in den Wagen setzte. 
Ich saß gerade und hab die Autotür zugemacht, da raste der los, als befände er sich gerade in einem Rennen. Holy, ich dachte für ein paar Sekunden, das wäre meine letzte Autofahrt ‒ zumal ich mich noch anschnallen musste. 

Während er immer länger über die Straßen Frankfurts bretterte, machte sich in mir die Sorge breit, ob er mich überhaupt verstanden hatte und nicht irgendwo raussetzt, wo ich falsch wäre. 
Etliche Kilometer später kamen wir dann dennoch an, ich bedankte mich bei ihm und gab ihn noch ein bisschen Trinkgeld, ich hatte noch eine gute Dreiviertelstunde Zeit. 
Also setzte ich mich auf einen Steinquader ein paar Meter von der Firma entfernt und aß das eine Crossiant, ehe es in ein unangenehmes Gespräch ging.

Um kurz nach halb neun packte ich dann allerdings meine Sachen und ging schließlich in das Gebäude.

Ein Gespräch ‒ das war angenehm! 

Direkt unten am Eingang war ein fettes Schild. "Notfallpraxis" stand da drauf ‒ angenehm. Sollte ich also im Laufe des Tages liegen, hab ich es ja nicht weit. xD
Die Wände von dem Treppenhaus sahen auch nicht wirklich schön aus. Irgendwie unfertig. 
Am Schild neben der Eingangstür außen stand, dass sich die Firma auf der zweiten Etage befinden solle, also ging ich die Treppe hoch und oben – auf der ersten Etage ‒ waren mehrere offene Türen.  Zwei asiatische Frauen kamen mir entgegen. Ich lächelte ihnen zuerst zu und begrüßte sie, fand dann aber auf der Etage das Logo der Firma. Verwirrend.
Ich sprach die beiden an und fragte, wo ich hinmüsse. "Noch eine Etage nach oben, da ist der Empfang.", war die Antwort. 
Also gut, noch eine Treppe hoch und schließlich sah ich von einem Zimmer aus einen empfangsartigen Tresen. Ich ging in den Raum und wartete, bis der Typ am Computer am Empfang, welcher gerade so über den Tresen schaute, mich bemerkte. 

Ich wurde in einen Raum geführt und bekam einen Fragebogen ausgehändigt. Typische formale Fragen: Name, Wohnanschrift, Telefonnummer. Kurze Zeit später kam eine junge Frau mit blondem, hochgestecktem Haar rein und wirkte auf mich bereits nach wenigen Sekunden total locker und sympathisch. Überhaupt nicht verkrampft im Gegensatz zur Frau aus Wiesbaden, bei der ich im November mein Vorstellungsgespräch hatte.
Das Gespräch dauerte höchstens zehn Minuten, wenn überhaupt. Ich erfuhr nebenbei auch, dass das Team recht jung ist und es drei Gebäude hier in Frankfurt gibt. Good to know. 

Ab an die Arbeit

Nach dem Smalltalk führte mich die Frau in das Nebengebäude in ein Bürozimmer von drei Damen, welche geschätzt nur ein paar Jährchen älter als ich waren. Eine von ihnen erklärte mir dann auch meine Aufgabe für den Tag: Ein Plakat zu einem Oktoberfest-Event mit Photoshop erstellen. 

Ich googelte erstmal "Oktoberfest" und prägte mir die Merkmale und Dinge ein, die man damit assoziiert. Weiß-blaue Karotücher, Bier, Essen. Ich baute das in mein Plakat mit ein. Doch die, die mir die Aufgabe erklärt hatte, kam irgendwann zu mir und schaute sich den Zwischenstand an. Anschließend gab sie mir Tipps, da es noch nichtssagend war. 

Also warf ich die Idee um, scribbelte auf einem Schmierpapier ein wenig und machte etwas Neues ‒ damit war die Zweite im Raum zufrieden, fand es aber vom Motiv her ein wenig unrealistisch. 
Schließlich zündete meine dritte Idee, ich musste nur noch es von den Schatten her reeler aussahen lassen, da ich Grafiken aus Google teils benutzt habe. Aber nachdem ich mit Schwarz ein wenig über die Flächen gegangen bin, war ich erstaunt, wie echt die Grafiken aussahen. o_o

Irgendwann um 14 Uhr kam ein Typ rein, der vielleicht ein bisschen größer war und stellte sich als der vor, mit dem ich telefoniert habe. "Ich nehme dich jetzt mal mit."
Wir gingen wieder in das Anfangsgebäude und nahmen in einem großen Büroraum Platz. Er fragte mich nun fast die gleichen Dinge wie die Frau einige Stunden zuvor und schließlich wollte er, dass ich nochmal mit jemandem zusammen arbeite. Derjenige war auch wahrscheinlich ein paar Jahre älter als ich. Schließlich dann der Struggle: Auf der Etage gab es keinen freien PC. Ewiges Hin und Her, bis schließlich in einem Büroraum doch ein PC mit Photoshop drauf sich als frei ergab.
Der Typ schaute sich mein Plakat an und war anscheinend davon begeistert, denn er sagte: "Finde ich nicht schlecht. Auch so von der Art und Perspektive, sowas hatten wir noch nicht oft."
Er fragte, ob ich fertig sei. Ich beneinte, denn ich habe mich gerade am Finetuning gefunden, als man mich von der Arbeit weggezogen hat. Also wurde mir noch Zeit gegeben und so besserte ich die Schatten aus und versetzte hier und da noch eine Ebene.

Eine Runde weiter

Anschließend ging ich zu seinem Büro und gab Bescheid, dass ich fertig sei. Als er sich das anschaute, sagte er wieder, dass ihm das gefällt und gerne noch ein paar Dinge mit mir ausprobieren würde, jedoch die Zeit fehlt. "Ich empfehle dich mal für eine Probewoche auf jeden Fall.", sagte er dann und innerlich bin ich einfach komplett ausgerastet. xD
Schließlich kam dann auch der Typ rein, mit dem ich telefoniert habe und sofort erzählte er ihm von seiner Empfehlung. Und so kam es ‒ für nächste Woche bin ich also komplett dort und kann es nochmal allen zeigen, was so in mir steckt. Es ist quasi die letzte Runde und ich darf es nicht verbocken.

Lass mich jetzt bitte Glück haben, liebes Karma, und endlich etwas haben für die nächsten Jahre, denn ich finde die Firma schon mega cool!




Sonntag, 9. Juli 2017

Die Ladekabel feiern Abschluss!


Als ich meinen Realschulabschluss im Juli 2015 erreicht habe, habe ich damals eine feierliche Chibi-Julie mit amerikanischem Abschlusshut gezeichnet. Im Nachhinein eine ziemliche hässliche Zeichnung, da ich zu der Zeit mit Filzstiften herum hantiert habe und mir generell bei dem Bild nicht so viel Mühe gegeben habe. 

Die Tatsache, dass Nutyes und ich im selben Jahr unseren Abschluss erhalten, finde ich nach wie vor ziemlich sonderbar und auch witzig. Schließlich wäre es bei dem Altersunterschied unter normalen Umständen ja gar nicht möglich gewesen. Diesen Freitag erhielt sie nun auch ihr Abschlusszeugnis,  genau eine Woche und zwei Tage nach mir.

Ich wollte dieses Jahr aber keine typische Schulabschluss-Zeichnung fabrizieren, sondern etwas mit hübschen Kleidern und insgesamt sollte das Motiv schick und elegant wirken.


Händchenhaltend stehen wir also da und tragen beide die gleichen Kleider – nun ja, fast. Das Einzige, was uns unterscheidet, sind die Farben. Beim Outlinen habe ich übrigens zum Kulli gegriffen, da der im Gegensatz zur schwarzen Zeichentusche nicht so "hart" wirkt. Die Lines sind meiner Meinung nach viel sanfter und ich liebe das "Feature" beim Kulli, die Helligkeitsstufen kontrollieren zu können.

Ich habe einen abstrakten Vorder- und Hintergrund gewählt. Vor uns sind Blumen. Ich wollte sie zuerst bunt machen, allerdings sah das komisch aus und wurde nicht so, wie ich es wollte. So entschied ich mich dann doch für ein Magenta und Lila. Mir persönlich gefällt es, wie das Magenta immer heller wird, je weiter runter es geht. 
Beim Hintergrund habe ich etwas überlegen müssen und mich schließlich für ein warmes Orange entschieden, damit das Bild ingesamt Wärme überträgt. 

Falls ihr bis jetzt nicht drauf gekommen seid: Nutyes ist die Linke, die Rechte stellt mich dar.

Einziger Störfaktor ist der auffallende Freiraum neben mir, mir ist das allerdings viel zu spät aufgefallen und dann dachte ich mir: "Egal." Die Hände waren auch Drecksarbeit, ignoriert sie bitte.
Aber ich liebe unsere Kleider. *O*

Mit Sicherheit findet das Bild einen Platz an meiner Wand – ja, ich habe seit diesem Jahr den Tick, alles an meine Wand zu klatschen, was Zeichnungen angeht. Es ist aber dann so schön bunt in meinem Zimmer! 


Samstag, 1. Juli 2017

Meine Julipläne 2017














✦ Am 1. Juli bin ich mit Freunden verabredet. Wir gehen auf die Kirmes in der Stadt und ich freue mich drauf. Ich hab nicht vor, viel zu fahren, aber mindestens zwei Fahrgeschäfte dürften drin sein. 

✦ Diesen Monat ist der letzte, indem Leonie noch hier wohnt. Ab August zieht sie aufgrund der Ausbildung weg. Ich werde sie auf jeden Fall vermissen, aber hoffentlich kann ich mit ihr vorher noch viel machen.

✦ Hoffentlich finde ich in diesem Monat noch irgendwie etwas, womit ich mich das die nächsten Jahre unterbringen kann. Eigentlich wollte ich eine Ausbildung vermeiden, aber jetzt hab ich keine andere Wahl.

✦ Kritzelpost kommt wieder! Aufgrund der Schule fiel es die letzten zwei Monate aus, aber jetzt haben Nutyes und ich wieder Zeit und ich freue mich drauf, die halbe Nacht am Schreibtisch zu sitzen und ihr einen Brief zu schreiben. Ich liebe dieses Projekt einfach. 💜

Freitag, 30. Juni 2017

Mein Juni 2017



Erste Woche: 1. bis 4. Juni 2017

✦ Am 1. Juni schrieb mich Nutyes auf WhatsApp an: "Schaust du heute den Webvideopreis?" Ich, wie immer total verpeilt, was sowas angeht, antwortete darauf nur: "Der kommt heute? Lass zusammen schauen!" Und so saßen wir also beide gespannt vor den Bildschirmen, fieberten unseren Favoriten entgegen und waren am Ende doch ganz happy. Bis auf ein paar Ausnahmen hat jeder unserer Lieblinge einen Preis mit nach Hause gebracht. ^_^

Zweite Woche: 5. bis 11. Juni 2017

✦ Endlich! Die Tage vor dem 5. Juni waren eine Qual und gaben mir das Gefühl, nie enden zu wollen. Doch endlich kam der Morgen und auch das Auto, welches gefüllt mit (fast) allen meiner Freunde war. Mit denen ging es dann zusammen nach Friedrichshafen am Bodensee. 

✦ Bis zum 8. Juni verweilten wir dort, hatten jeden Tag ein kleines Abenteuer und insgesamt eine echt coole Zeit. Fazit: Nächstes Jahr geht's auf jeden Fall ins Ausland!

✦ Am 10. Juni gab es eine Abifeier in der Stadt. Es ist dort Tradition, dass die Abiturienten der Schulen dort auf LKW's durch die Innenstadt fahren, dabei laute Musik laufen lassen und generell ihren Abschluss feiern. Unsere Schule war da zwar nicht dabei, aber dank Nina kamen wir beide an Tickets. Spontan kam am Ende noch Sarah dazu und so chillten wir zu dritt auf einem LKW.
Nach der Fahrt wurde dann in der Innenstadt weitergefeiert bis 21 Uhr circa. War an sich ganz gut, wir chillten größtenteils bei Leuten, die Sarah kannte, allerdings kam irgendwann so ein besoffener Typ zu uns, nuschelte mir irgendetwas zu und hing dann auf einmal halb auf mir. Und es war nicht ganz so einfach, als unter 1,60 m kleine Person einen wildfremden Typen wieder loszukriegen. Hilflos hielt ich mich dann an Sarah fest, die mich dann von ihm wegzog. xD 

Dritte Woche: 12. bis 18. Juni 2017

✦ Am 12. Juni war es soweit: Der Eignungstest der Hochschule stand an. Da ich keinerlei Verspätungen haben wollte, nahm ich bereits den Bus um 6:28 Uhr, kam gegen viertel nach sieben am Hauptbahnhof an und nahm von dort aus die Bahn Richtung Innenstadt. Dort stieg ich dann aus, holte mir mein Bäcker noch etwas zu essen und während ich auf den Bus wartete, aß ich mein Frühstück. 
Ich war bereits eine gute Stunde früher an der Hochschule und stand eine Weile draußen vor dem Gebäude. Währenddessen wartete ich auf meine Klassenkameradin, die das gleiche Leid wie ich vor sich hatte. 
An dem Tag lernte ich auch eine namens Sam kennen, die sich auch für den Studiengang beworben hat. Zusammen saßen wir im Prüfungsraum an einem Tisch, und als sie auf neben mir ihr Arbeitsmaterial auspackte, konnte ich nicht anders, mir rutschte es raus. "Als ob du auch Copics mitgenommen hast.", sagte ich und deutete grinsend auf meine. 
Wir verstanden uns gut, doch um 9 Uhr ging auch der Test los. Die Arbeitsaufträge waren komisch formuliert und machten mich größtenteils unsicher. Ich wusste nicht genau, was mit freier Darstellung gemeint war. Die letzte von vier Aufgaben hatte ich so gut wie gar nicht verstanden und somit falsch gemacht. Trotzdem war ich mit den zweieinhalb Stunden gut in der Zeit und eine Viertelstunde vor Schluss fertig. 
Mit Sam fuhr ich gemeinsam Bus, doch sie stieg schon in der Innenstadt aus. Wir wünschten uns beide nochmal Glück für morgen, ehe sie ausstieg.

✦ Vollgepackt holte ich am nächsten Tag meine Klassenkameradin an ihrem Gleis im Hauptbahnhof ab, denn wir hatten beide um diesselbe Zeit Mappenbesprechung: 14:30 Uhr. 
An der Haltestelle lernten wir noch eine andere Bewerberin kennen und quatschten ein wenig mit ihr. Meine Klassenkameradin und ich hatten noch eine gute halbe Stunde, als wir am Gebäude ankamen. Wir saßen auf der Treppe, ich war nur noch ein Häufchen Elend, ständig wurden Namen aufgerufen und ich zuckte kurz, als mein Vorname auf einmal ertönte. Als jedoch ein anderer Nachname danach fiel, atmete ich erleichtert auf. 
Sam kam irgendwann raus, ich hätte gar nicht gedacht, dass ich sie wieder sehen würde. Ich fragte, wie's lief. "Nicht gut.", sagte sie und erzählte mir dann, wie das so ablief. Erleichtert war es zu hören, dass wir in Gruppen in den Raum gerufen werden. Und kurze Zeit war es soweit: Nach etlichen fremden Namen fiel auch meiner, hastig packte ich meine Sachen und lief zu einem Mann, der uns dann durch das Labyrinth von Gebäude führte. Schließlich waren wir in einem großen, hellen Raum. Am Fenster standen Tischreihen und auf diesen jeweils unsere Mappen mit den erfüllten Aufgaben vom Vortag. Ich hatte eine Tischreihe ganz am Rand, während ich gerade meine Sachen ausgepackt und gerade auf dem Tisch platzieren wollte, kam so ein Typ, quatschte mit mir und schob währenddessen meine Zeichnungen auf dem Tisch zurecht. Das hat mich dezent abgefuckt - schließlich war das mein Tisch. 
Die Mappenprüfung war entspannter, als erwartet. Es war quasi wie eine Ausstellung, die Studenten und Dozenten liefen durch die Reihen und quatschten mit einem, entweder über die Bilder, oder was man vorher so schulisch oder beruflich gemacht hat. Komisch war es nur, als gefühlt Minuten keiner mehr zu mir kam, bei meiner Tischnachbarin das Gleiche. Deswegen redeten wir irgendwann miteinander, damit es nicht ganz so langweilig war. 
Irgendwann haute jemand auf die Stoppuhr vorne und sagte laut, dass wir in den Nachbarraum gehen sollen, wir würden gleich wieder reingerufen werden. 
Dies geschah auch irgendwann, viel passierte dann aber nicht mehr. "In etwa zwei Wochen bekommt ihr Bescheid.", sagte jemand und somit konnten wir zusammen packen und gehen. 
Ich traf meine Klassenkameradin im Foyer nd zusammen fuhren wir mit dem Bus zurück. Ich hatte ein schlechtes Gefühl und dieses begleitete mich die kommenden Wochen stetig.

✦ Nach harter und langer Arbeit konnte ich endlich meine Bodensee-Reihe vom 14. bis 17. Juni veröffentlichen. 

✦ Außerdem gab es am 17. Juni noch ein schönes Erlebnis für mein Künstlerherz: Nachdem ich das Fanart für Kati gezeichnet habe, bekam ich direkt eine Reaktion von ihr auf Twitter, worüber ich mich noch heute wahnsinnig freue. ^_^ Thank you! 

✦ Am selben Tag schrieb mich Vanessa, eine alte Schulfreundin, an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, heute zu ihrer Geburtstagsfeier zu kommen. Drei Stunden Zeit verblieben mir, um mich fertig zu machen. Ich willigte ein und sie freute sich über mein Erscheinen, als ich als Erste um 19 Uhr dort ankam. 
Die Feier war ganz gut, gegen Ende wurde es jedoch komisch. Ein fremder und komischer Typ wollte mich mit noch einem weitaus komischeren Typen verkuppeln, welcher sich nicht mal richtig artikulieren konnte. Und er verstand es nicht, dass ich von dem nichts wollte und keinerlei Interesse an ihm hatte. 
Trotzdem überlebte ich den Abend und kam gegen halb drei nach Hause, ohne irgendjemanden plötzlich als Boyfriend zu haben.

✦ Ich saß am 18. Juni, einem Sonntag, im Bett vorm Laptop, als Sarah in unsere Gruppe schrieb: "Was macht ihr gerade? Mir ist langweilig. Lasst uns mal treffen." Da ich gerade und auch in den nächsten Stunden nichts zu tun hatte, schaute ich nach dem günstigsten Bus von der Zeit her und schlug vor, dass wir ja ein wenig mit den Boards cruisen könnten. Schließlich besitzt sie ein Pennyboard. 
Sie holte mich am Hauptbahnhof gegen 16:20 Uhr ab und gemeinsam fuhren wir also ein wenig mit unseren Boards durch die Stadt. Wir machten einen Abstecher zu ihrer Schwester, da sie ihr noch etwas vorbei bringen musste, anschließend wollten wir in die Nachbarstadt und dort Eis essen. Außerdem ist der Weg dahin fürs Longboarden richtig gut!
Jedoch passierte es dann: Wir sind am Hauptbahnhof gerade auf unsere Boards gestiegen und genossen den Fahrtwind, da blieb Sarah mit ihrem Board plötzlich am Boden hängen und sie fiel nach vorne seitlich auf den Boden. Trotz kurzer Klamotten schrammte sie sich nur an der Hand auf. Eine Frau, die den Unfall aus nächster Nähe gesehen hat, gab uns Tücher und fragte, ob alles gut war. Sarah nickte nur und säuberte erstmal ihre Wunde. Als die Frau weg war, stand Sarah auf und ging dann erstmal in den Schatten. "Mir ist schwindelig.", sagte sie und sofort wusste ich, dass das nichts Gutes heißt. Denn ihr Kreislauf ist nicht gerade der beste. 
Als sie sich im Schatten auf den Boden gesetzt hatte, reichte ich ihr meine Flasche Wasser. Anschließend kramte ich in meiner Tasche und hoffte, meine Medikamentenbox dabei zu haben, da dort unter anderem Traubenzucker drin sind. Zum Glück war sie da! Ich gab ihr einen Traubenzucker, kurz danach sagte sie: "Ich geh mal kurz in das B&B und wasch mir die Hände." (Wir saßen direkt an einem B&B)
Ich wartete draußen, so musste sie nicht ihr Zeug mitschleppen. Als sie aber nach etwa zehn Minuten nicht zurück war, machte ich mir Sorgen. Also schrieb ich sie auf WhatsApp und fragte, ob alles okay sei, jedoch hatte sie ihr Internet aus. Somit blieb mir nichts anderes übrig, als meine Tasche zu tragen, ihre auch irgendwie zu schleppen und neben meinem Board auch noch ihres irgendwie zu transportieren. Glaubt mir, dass war echt nicht einfach, mit dem Zeug in das Hotel zu kommen. xD
Ich fand sie in der Lobby auf einem Sofa liegend vor. Die Frau an der Rezeption fragte zwischenzeitlich immer mal, ob alles gut war und versorgte Sarah auch mit Pflastern. Ich weiß nicht, wie lange wir da waren, aber irgendwann gingen wir wieder raus und wollten eigentlich zur Haltestelle, da sackte ihr Kreislauf wieder ab. Als wir gerade den Schatten des Bürgersteigs erreicht hatten, setzte sich Sarah so schnell auf den Boden, dass ich dachte, sie fällt gleich hin. Unangenehmer wurde es, als sie sich direkt hinlegte. 
Ich stand also da, hab schon überlegt, was ich mache, wenn sie komplett weg ist, während ein Autofahrer nach dem anderen vorbei fuhr. Klar, total normal, dass ein Mädchen mitten auf dem Bürgersteig liegt. Scheinbar wurde es irgendwann besser, denn sie setzte sich wieder auf. 
Die Bushaltestelle war nicht weit entfernt und diesmal schaffte es Sarah, nicht wieder umzukippen. Ich begleitete sie zu sich nach Hause, dort begrüßte ich ihren Kater und wir quatschten gerade, als mein Magen sich mit einem lauten Knurren zu Worte meldete. Also gingen wir in die Küche, schauten, was es da so zu essen gab und entschieden uns für Käsetortellini mit Pesto. 
Statt Eis gab es also eine warme Mahlzeit, aber war genauso gut und lecker.

Vierte Woche: 19. bis 25. Juni 2017

✦ Am 20. Juni habe ich mich mit Nina zum Eis essen verabredet. Ich nahm mein Longboard mit, das Wetter war perfekt dafür. 
Nach dem Eis beschlossen wir, in die Stadt zu fahren und dort nach einem Geschenk zu schauen, denn wir wollten unserer Freundin für ihre stetige Unterstützung in Mathe Dankbarkeit zeigen. Sie war also auf dem Fahrrad unterwegs, ich auf dem Longboard. Oft hielt ich mich an ihrem Fahrrad fest, so sparte ich Energie. 
Nach der Hälfte des Weges hatten wir aber keine Lust mehr, uns war warm, das Wetter war warm, die Bahnen sowieso, und die Stadt sicher voll mit schwitzenden Menschen. Also fuhren wir wieder mit der Bahn zurück in ihre Stadt und machten es uns bei Nina zuhause auf ihrer Terrasse bequem. Nachdem wir bis 18 Uhr gequatscht haben, verabschiedete ich mich von ihr und fuhr dann nach Hause (teils Bus, teils Longboard).

✦ Der 22. Juni war ein echt schöner Tag - zumindest der Abend. Ich hatte alle meine fünf Schulfreunde um mich herum, dazu gab es noch leckeres Essen und lustige Gesprächsthemen. Schon lange hatten wir nämlich geplant, mal bei mir zu grillen und an diesem Tag war es soweit. Gegen viertel nach sechs trudelten alle bei mir ein, alle mit hungrigem Magen. Auch ich hatte total Hunger. 
Nachdem alles gegrillt war, schlugen wir uns die Bäuche voll und gegen 21 Uhr setzten wir uns auch in meinen Pool. Bis kurz nach Mitternacht waren die Gäste bei mir, dann fuhren sie allerdings wieder, da der ein oder andere am nächsten Tag früh aufstehen musste. Trotzdem: Es war ein toller Abend, was auf jeden Fall nochmal wiederholt werden muss diesen Sommer! 
Danach hab ich dann noch direkt mit der Unterstützung meiner Mutter sowohl die Küche, als auch die Terrasse wieder auf Vordermann gebracht, nachdem wir beide selber nochmal draußen zu zweit saßen und getalkt haben.

✦ Ich schrieb Nutyes am 25. Juni, einem Sonntag, auf WhatsApp und fragte, was für einen Film wir denn heute Abend schauen können. Sie hatte keine Ahnung, und so schlug ich "Die Prinzessin der Prinzessin Kaguya vor". Ein Ghiblifilm, welchen ich schon länger schauen wollte, da die Filme von dem Studio einfach der größte Shit auf Erden sind. 
Jedoch haute sowohl mich, als auch Nutyes der Film nicht so um. Die Geschichte zog sich und manche Szenen waren unnötig und austauschbar. Definitiv kein Must See meiner Meinung nach, dafür hat Ghibli weitaus bessere Filme auf Lager. Trotzdem hatte man einen kleinen Einblick in die frühere japanische Kultur.

Fünfte Woche: 26. bis 30. Juni 2017

✦ Nach guten zwei Jahren stand auch für mich dieser wichtige Tag an: Ich hatte am 28. Juni meiner Abschiedsfeier meiner Schule. Es ist komisch, jetzt kein Schüler mehr dieser Schule zu sein und wirklich realisieren kann ich es wahrscheinlich noch nicht. 
Der Tag war aufregend, schön, lustig, bunt, aber auch vielleicht ein wenig traurig, da ich viele nicht mehr sehen werde. Trotzdem hoffe ich, weiterhin guten Kontakt mit meinen Freunden pflegen zu können, denn sie sind mir wirklich sehr ans Herz gewachsen. 

✦ Am nächsten Tag checkte ich schließlich den Stand meiner Bewerbung an der Hochschule und mein negatives Gefühl, welches ich die letzten zwei Wochen hatte, wandelte sich in Realität um: In der Prüfung erreichte ich 56 Punkte, 80 brauchte man mindestens. Aber es war mir klar, dass ich es nicht schaffe, unter anderem, weil ich die letzte Aufgabe nicht verstanden habe und auch meine Klassenkameradin ebenfalls  nicht das Glück hatte. 
Weitaus mehr ärgerte es mich eher, dass mein Vater sich bereits zum zweiten Mal ohne mich zu fragen die Erlaubnis nahm, auch in das Online-Portal zu schauen (ich hab ihn bereits beim ersten Mal gesagt, dass er das lassen soll und er hat das nicht ernst genommen). Es gibt Grenzen - auch ich als Tochter habe das Recht auf Privatsphäre. Ich schau schließlich auch nicht in seine Unterlagen.

Übrigens ...  

✦ Diesen Monat haben Nutyes und ich die zweite Staffel des Animes "Attack on Titan" geschaut und holy - diese zwölf Folgen haben so brutalst mit meinen Gefühlen gespielt und waren gefühlt nur fünf Minuten lang. Kaum war ich happy, dass der Charakter nicht gerade von einem Titan aufgefressen wurde, da kam die nächste spannungsgeladene Szene. Es gab kaum Zeit zum Aufatmen. Schade, dass die Staffel so kurz war und einen mit den gleichen Fragen am Ende stehen lässt wie die zwölf Folgen zuvor, jedoch ist sie ein Meisterwerk! Ich freue mich schon auf die dritte Staffel, welche nächstes Jahr erscheinen soll. Nutyes, wollen wir die zusammen schauen? 💜


 

Der Monat startete mit einem Abenteuer zusammen mit meinen Freunden. Gemeinsam machten wir Friedrichshafen unsicher, entdeckten Lindau und stellten fest, wie kalt der Bodensee war. 
Danach war ich gerne mal öfters draußen, entweder im Garten, oder irgendwo in der Stadt bei meinen Freunden. Es war viel los. Der Juni war voller Trubel. Der Eignungstest fand statt und auch meine Abschiedsfeier stand vor der Tür. Seit dem 28. Juni bin ich also offiziell keine Schülerin mehr. 
Das einzig negative in diesem Monat war das Ergebnis der Hochschule - aber allzu enttäuscht bin ich jetzt nicht, da ich eh pessimistisch war. Allerdings stehe ich jetzt wieder am Anfang. Die Frage ist nun, ob ich jetzt auf die Schnelle noch eine Ausbildung bekomme, ansonsten kann ich mir für die nächsten zwölf Monate dumme Sprüche seitens meines Vaters anhören ...

Donnerstag, 29. Juni 2017

Mein Schuljahr ‒ das war die 12. Klasse


Das erste Halbjahr ‒ der Beginn einer anstrengenden Zeit

Eigentlich habe ich mit dem Schuljahr schon seit dem 30. Mai abgeschlossen, aber so wirklich fertig mit der Schule bin ich ja erst ab dem 28. Juni. 

However, das zwölfte und letzte Schuljahr war das bedeutendste überhaupt in meinem Leben. Es hat über meinen Abschluss entschieden und mit welchem Schnitt ich diesen erhalten werde. 

Die Schule fing im September wieder an.
Anders wie im Jahr vorher war, dass wir in einem komplett anderem Gebäude untergebracht waren ‒ auf der anderen Seite der Innenstadt, hieß: Jeden Morgen am Hauptbahnhof die Straßenbahn nehmen. 
Ich lernte viele neue Lehrer direkt am Anfang kennen, bis in Englisch und Mathe kam in so gut wie jedem Fach ein neues Gesicht dazu. Bis auf PoWi, da hat man unseren Deutschlehrer aus der 11. genommen.

In dem neuen Gebäuden lebte ich mich gut ein, die Lehrer waren auch alle okay. 

Vor allem freundete ich mich bereits am Anfang des Schuljahres mit Sarah immer mehr an, Grund dafür war die Sitzordnung. Zwar hatten wir gegen Ende der 11. zwar auch Kontakt aufgenommen, allerdings wurde er im neuen Schuljahr immer mehr bestärkt. 

Es ging jedoch direkt ernst zu und der Stoff wurde direkt in den Unterricht mit eingebaut, vor allem in Mathe. 

Vor den Herbstferien hatte ich die zwei Wochen vorher öfters Bauchschmerzen, so gut wie täglich zwischen Schule und Heimweg. Manchmal bekam ich sie auch einfach so, als ich zu Mittag gegessen hatte. Zu dem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, woher diese kamen, jetzt im Nachhinein weiß ich, dass diese von Stress hervorgerufen wurden.
Vor Arbeiten mache ich mir immer massiv ziemlich viel Selbstdruck und verlange oft viel zu hohe Leistung, was anschließend diese Bauchschmerzen  entstehen lässt.

In den Herbstferien hatte ich allerdings auch keine Zeit, mich auszuruhen. In der ersten Woche musste ich meine Hausarbeit in Englisch über die Meeresverschmutzung schreiben, was mir aber honestly ziemlich viel Spaß gemacht hat. Das Thema habe ich freiwillig genommen, dementsprechend war ich auch interessiert. 
Parallel fuhr ich mit meiner Nachhilfe-Freundin mal zur Hochschule und erkundigte mich zum ersten Mal vor Ort über das Studium, welches ich ansteuern möchte. Ich bekam eine E-Mail-Adresse von einer Professorin, die mir nochmal genaueres zuschicken wollte.

In der zweiten Ferienwoche musste ich mir Chemie reinziehen, da direkt in der Stunde nach den Ferien eine Arbeit geschrieben wurde. Mich für das Lernen zu motivieren kostete Mühe, da das Thema Atome waren und mich sowas überhaupt nicht interessiert. Zumal wir Theorien lernen mussten, die überhaupt nicht stimmten (Sinn?).

Nach den Ferien wurde die Arbeit in Chemie geschrieben, welche mit einer 1- ausfiel. 

Die Woche später ging es für mich und die anderen Gestaltungsklassen nach Tschechien, Prag. Dort zogen wir uns Architektur und Kunstgeschichte rein, entdeckten die Stadt und hatten insgesamt ‒ meiner Meinung nach ‒ eine ziemlich coole Zeit. Wie gesagt, ich war noch nie ein Fan von Klassenfahrten (aus gutem Grund), diese jedoch hat mir so gut gefallen, vor allem fand ich das Zimmerleben mit Sarah gut!

Nach der Klassenfahrt begann eine stressige Zeit, Ende November musste die Unterrichtseinheit von meiner Gruppe gehalten werden, ich jedoch war an dem Tag aufgrund eines Vorstellungsgespräch verhindert. Während Miri Verständnis dafür hatte, dass ich trotz der Uhrzeit des Termins (15:30 Uhr) nicht anwesend sein werde, drehte die Dritte komplett am Rad und hielt mir in WhatsApp eine Predigt. Ich fand das aber lächerlich, schließlich hat die in der Schule das Maul mir gegenüber nicht aufbekommen.
Den ganzen Dezember lang hatte ich keine Freizeit, Arbeiten wurden geschrieben, Sachen mussten abgegeben werden. Und die Bauchschmerzen kamen teilweise wieder.
Auch mein Geburtstag fand in dem Lernchaos statt, trotzdem war es einer der schönsten Geburtstage bislang. Ich mag's persönlich nicht, die große Party zu veranstalten, somit ging ich nach der Schule mit meinem Freundeskreis schlicht und einfach in unserem Stammlokal essen. Dennoch war es ein cooler Tag, weil mich meine Freunde mit den kleinen Geschenken wirklich glücklich gemacht haben!

Am letzten Schultag vor den Winterferien kam unser Mathelehrer rein und wollte uns die Noten der letzten Arbeit mitteilen, damit die Neugierde der meisten gestillt sei. 
Ich hatte Angst vor meiner Note und wollte sie erst gar nicht hören, mein Lehrer merkte meine Selbstzweifel an und meinte, ich sollte mal mehr an mich glauben, denn ich hatte eine Zwei geschrieben! In Mathe!
Das hat mich soooo happy gemacht und versüßte mir den Start in die Ferien wirklich. xD 

Die Winterferien waren die ersten Faulenzerferien in dem Schuljahr. Ich hatte es während der langen Lernphase beinahe verlernt, mich selbst zu beschäftigen. Ernsthaft, anfangs war es komisch, Sachen zu machen, die nicht für die Schule bestimmt waren und manchmal war mir auch langweilig, weil ich einfach dermaßen viel Freizeit hatte. Ist das krank? 

Auch die Schulzeit nach den Ferien war ebenfalls ziemlich unstressig und entspannend, viele Arbeiten wurden mit positivem Ergebnis zurückgegeben. Mit einem Zeugnisschnitt von 2,3 fing das zweite Halbjahr an. Noch drei Monate waren es, bis die Abschlussprüfungen geschrieben wurden.

Das zweite Halbjahr ‒ es wird ernst

Mit dem Erhalten des Zeugnisses fing für mich ein Gedankenchaos an. Ich war überfragt und hatte Angst, falsche Entscheidungen zu treffen, was meine Zukunft anging. Ausbildung oder Studium? Ich fühlte mich für beides nicht bereit, erst recht nicht für Ersteres. Dafür fühlte ich mich erst recht noch irgendwie viel zu jung.
Beim Studium redete mir meine innere Stimme jedoch schon seit lägnerer Zeit ein, dass ich zu schlecht für sowas sei, zu unkreativ, zu untalentiert.
Diese ganzen Entscheidungsängste quälten mich tagelang, (und ja. Quälen ist schon der richtige Ausdruck dafür), bis ich schließlich zu dem Entschluss kam, zu studieren. 

Im zweiten Halbjahr kam außerdem in Gestaltung ein neues Fach dazu: Konstruktives Zeichnen. 
Der Lehrer dort war an sich ziemlich nett und chillig, seine Unterrichtsweise ließ jedoch zu wünschen übrig. Er gab uns Blätter mit dem Körper, welchen wir dann von verschiedenen Perspektiven aus zeichnen musste. Anfangs zeigte er uns am Overhead-Projektor, wie das funktionierte, aber das war's auch. Die restlichen Stunden gab er uns dann immer andere Körper und lief nur in der Klasse rum. 
Ich selbst habe es in der Schule nie wirklich hinbekommen, aber um ehrlich zu sein konnte ich mich während der Stunde auch nie wirklich konzentrieren. Es war viel zu laut, bei meiner Sitznachabrin vibrierte das Handy alle Nase lang (weswegen ich sie sogar gebeten hab, es auf stumm zu stellen) und allgemein fand ich es einfach nur anstrengend, dort zu arbeiten.
Als wir jedoch mal eine Hausaufgabe aufbekamen und ich zu Hause in Begleitung von Longboardtour-Vlogs diese machte, funktionierte es ziemlich gut. Viel besser als in der Schule.
Die Panik vor der ersten Klassenarbeit sank, war aber dennoch noch ein wenig vorhanden.

Zu der Zeit schlossen wir Leonie immer mehr in unsere "Clique" (ich hasse dieses Wort nach wie vor), denn durch die Sitzordung saß sie in der Sitzreihe von Miri und den anderen und klingte sich des Öfteren immer mehr in unsere Gespräche mit ein, bis sie schließlich für mich eine Freundin wurde.

In 3D hatten wir als nächstes Thema Büsten und Emotionen. 
Wir sollten uns eine Emotion aussuchen, dazu ein Konzept erstellen und diese in die Büste mit einbauen. Ich wählte Freude und nannte mein Konzept "Sommergefühle", da ich meistens happy bin, wenn es sonnig und sommerhaft draußen ist. Auf das Konzept bekam ich eine gute Note, doch meine Umsetzung machte mein Klassenlehrer komplett nieder.
Ich selber finde es ja allein schon bescheuert, von Leuten, die vorher nie wirklich mit Ton und Modellieren etwas zu tun hatten, Meisterbildhauer-Ergebnisse am Ende zu erwarten. Das ist unmöglich. Scheinbar denkt mein Klassenlehrer jedoch so, denn viele in der Klasse bekamen als Note schlechter als Zwei. Ja, auch ich.
Noch asozialer fand ich es, über meine Büste herzuziehen. Es sei ihm nicht plastisch und realistisch genug. In dieser steckt stundenlange Arbeit und er saß da vorne und fand es scheinbar toll, sich über diese lustig zu machen.  Ihr wisst gar nicht, wie verletzend sowas sein kann. Ich habe mich den restlichen Tag mega schlecht gefühlt und seitdem verabscheue ich diesen Menschen, denn keiner hat das Recht, sich über die Sachen anderer so lustig zu machen. Erst recht kein Lehrer (seitdem konnte ich auch nicht mehr wirklich anständig irgendetwas präsentieren, wenn's sein Unterricht war. Einfach, weil ich Angst hatte, wieder so derart indirekt ausgelacht zu werden. Bei einer anderen Präsentation einige Monate danach bekam ich davor sogar Bauchschmerzen, weil ich dezent Panik vor seiner Reaktion hatte). 

Erfreulicher war jedoch mein Ergebnis der Arbeit in Konstruktives Zeichnen: Nach gut drei Lernsessions zu Hause mit YouTube nebenbei erreichte ich eine Zwei und war unglaublich happy. Am gleichen Tag erfuhren wir auch die Note zu der kreativen Hausaufgabe, in dieser erreichte ich die gleiche Note. Nun hieß es aufatmen, denn jetzt hatte ich weitaus weniger Angst, in dem Fach abzustürzen. 
Jedoch gab der Lehrer kurz danach kund, dass in ein paar Wochen nochmal eine Arbeit geschrieben wird. Ich hatte inzwischen weitaus mehr Selbstvertrauen durch die Ergebnisse bekommen.

Die Osterferien waren zwar nicht überstressig, jedoch auch nicht die Zeit, um die Füße faul hochzulegen. In den Gestaltungsfächern näherten sich die Abgabetermine, weswegen ich zu Hause einiges zu tun hatte. Und Mathe musste schließlich auch gelernt werden.

Kurz vor den Prüfungen wurde somit noch strikt der Unterricht in den Prüfungsfächern knallhart durchgezogen, vieles musste zu Hause selbstständig erarbeitet werden. Einige Nachmittage verbrachte ich in der Schule, kam somit erst am frühen Abend nach Hause.

Schließlich fanden dann die schriftlichen Abschlussprüfungen statt, welche ich alle gut meisterte. Nach der letzten Prüfung kauften Sarah und ich uns Bembel-Cola und stießen darauf an, alles hinter uns zu haben. Anschließend ging es in unserem Lieblingslokal essen und wir hauten uns alle kräftig die Bäuche zu. 

Die Zeit nach den Prüfungen war meistens ziemlich entspannend, in vereinzelten Fächern wurden noch die letzten Arbeiten geschrieben, mit denen man notentechnisch eventuell noch etwas reißen konnte.

Vom 15. bis zum 19. Mai fand unsere Mottowoche statt, welche sich nur in unseren Schwerpunktklassen abspielte. Während ich und mein Freundeskreis an jedem Tag mitmachten, nahmen die restlichen Teilnehmer in allen Klassen immer mehr ab. Obwohl die Woche recht frei vom Unterricht war, da jeder Lehrer keine Ahnung hatte, was er mit uns machen könnte, war es eine schöne Woche, denn wir hatten größtenteils viele Freiheiten, konnten rausgehen, im Klassenraum chillen, ... oder klassischerweise einen Film gucken.

In der Zeit fing es auch an, dass wir öfters im Klassenraum saßen und zusammen Skipbo spielten. Es passierte dann auch, dass auf einmal andere Klassenkameraden dazu kamen und mitspielten ‒ Leute, mit denen ich vorher nie wirklich ins Gespräch gekommen bin. So einfach kann man also andere kennenlernen. :D

Der letzte Schultag war kurz und recht unspektakulär. Während wir als große Gruppe an drei Tischen Skipbo spielten, saß der Klassenlehrer im Vorraum und gab uns die Noten bekannt. Ich hatte Angst vor den Gestaltungsnoten und mit zögernden Schritten ging ich raus, als ich aufgerufen wurde. Doch kein Grund zur Sorge: Diese fielen positiv aus und so konnte der letzte Schultag glücklich enden.

Das Ende einer schönen Zeit: Die Abschiedsfeier

Am 28. Juni fand um 17 Uhr die Abschiedsfeier in der Hauptstelle meiner Schule statt. Kurz wurden Reden gehalten, unter anderem vom Schuldirektor. Anschließend wurden alle Klassen des 12. Jahrgangs nacheinander aufgerufen und jeder Schüler erhielt vorne auf der Bühne sein Zeugnis.
Als man vom Klassenlehrer das Zeugnis in die Hand gedrückt bekommen hat, musste man noch durch die Reihe der Lehrer vorbei, die einen das gesamte Jahr begleitet haben. Alle schüttelten mir die Hand, bei meinem Lehrer für Konstruktives Zeichnen dachte ich, er bricht sie mir gleich und meine Deutschlehrerin hat einfach jeden herzlichst umarmt. 
Direkt nach der Zeugnisverleihung ging noch eine Schülerin aus meiner Klasse auf die Bühne und sang zwei Lieder, gleichzeitig spielte sie dabei noch Klavier. Echt mutig, würde ich mich selber vor so viel Publikum nicht trauen.

Jedenfalls wurden nach der Gesangseinlage die Jahrgangsbesten gekürt, und nein, ich war nicht darunter. Leider bin ich nicht so gut. xD
Die Aufmerksamkeit der Gäste sank, als die Klassen noch Reden gehalten haben. Auch eine Klassenkameradin meinerseits stand vorne und trug ihre selbstverfasste Rede vor, dabei wurde unserem Klassenlehrer noch ein Geschenk als Erinnerung überreicht.
In der Zeit durfte man auch an den Sektstand, ich ließ mir von einer Freundin ein Glas bringen und well ... ich vertrag selbst nach Jahren immer noch keinen Sekt. Nach dem Glas war mir so schwindelig, selbst wenn ich nur mit dem Kopf nach hinten schaute, hatte ich danach das Gefühl, als würde sich alles drehen. Ekelhaft.
Deswegen holte ich mir am Stand erstmal zwei Laugenbrezeln (die waren echt mini) und aß die, ehe ich noch komplett vor lauter Schwindel umkippe. Danach ging es auch einigermaßen. Vor der Schule machten meine Freunde ich noch das typische Wir-haben-unseren-Abschluss-Foto.

Lange blieben wir auch nicht mehr in der Schule, in der Nachbarstadt war schließlich eine Bar gebucht worden für den Gestaltungsjahrgang. Schnell kaufte ich noch für meine Mutter und Oma (die waren an dem Abend auch da) noch Tickets für jeweils zehn Euro, anschließend ging's mit der Bahn zur Nachbarstadt. Da meine Freundin, bei der ich die Nacht verbringen werde, ebenfalls dort wohnte, gingen wir als erstes dahin. Ich lud meine Sachen ab, machte ein Pflaster auf meinen Fuß, da ich eine Blase bekommen habe und schlüpfte in meine gemütlichen Chucks. Anschließend ging's zur Bar.
Zuerst waren wir drinnen, ein paar bestellten sich etwas zu essen. Ich wählte einen Salat, an dem ich gefühlt eine Ewigkeit saß, weil der irgendwie nie leer werden wollte.
Anschließend setzten wir uns nach draußen, was weitaus schöner war.

Während ich gierig auf meinen Strawberrycocktail wartete, wurden wir alle in den Discoraum gerufen, da die Titel für die jeweiligen Schüler verliehen wurden. Denn vor ein oder zwei Monaten durfte jeder in der Klasse für jeden Titel einen Schüler wählen.
Meine Freunde Nina und Leonie erhielten einen Titel, schließlich fiel bei "Schnorrer" auf einmal mein Name ... well, ich wusste zwar, dass mich zwei Freunde dafür gewählt haben, aber dass ich dann wirklich auch so ein Zeugnis in die Hand gedrückt bekomme, hätte ich nicht gedacht. xD Und ja: Ich schnorre gerne Essen!

Gegen 22 Uhr oder so ging meine Mutter, meine Oma war bereits schon vorher weg, die restliche Zeit waren wir draußen. Marisa, Leonie und Sarah zogen auch irgendwann nacheinander ab, Miri war irgendwo in der Bar, somit waren nur Nina und ich draußen. Forever alone.

Gegen ein Uhr jedoch hatten wir beide keine Lust mehr, es ging nicht mehr wirklich was ab, die noch anwesenden Gäste waren auch nicht wirklich interessant und somit fassten Nina und ich den Entschluss, zu ihr nach Hause zu gehen. Vorerst mussten wir aber Miri einsammeln, da die schließlich auch die Nacht bei Nina verbrachte.

Bei ihr zuhause angekommen waren wir noch eine Weile wach, da wir total aufgedreht waren und über alles lachten, egal, wie stumpf es war. Schließlich knispte Nina irgendwann genervt das Licht aus und kündigte damit an, dass jetzt Schlafenszeit war.

Mein Fazit 

Ganz ehrlich: So anstrengend, stressig und wichtig dieses Schuljahr für mich auch war, es war eines der schönsten in meinem ganzen Schulleben. Klar, der psychische Stress wurde körperlich und meine Bauchschmerzen quälten mich manchmal ziemlich, aber die Schultage waren mit meinen Freunden echt schön und lustig. Zudem ich dieses Schuljahr auch richtig dicke mit Sarah wurde und Leonie zusätzlich noch dazu kam
.
Freizeit wurde oft gestrichen und gerne saß ich bis 22 Uhr (oder gar später) an Hausaufgaben, trotzdem: Es war toll! Ich hatte jeden Tag meine Freunde um mich herum, selbst nach der Schule starteten wir gerne mal eine Aktivität in der Stadt, gingen essen, shoppen oder lungerten einfach irgendwo herum.

Das gemeinsame Lernen erleichterte das Vorbereiten auf die jeweilige Klassenarbeit und machte weitaus mehr Spaß, als zu Hause sich den Kram ins Hirn zu prügeln.
Natürlich gab es auch negative Seiten, die asoziale Aktion meines Klassenlehrers zum Beispiel. Doch davon lasse ich mich nicht klein kriegen. Die vielen schönen Aspekte des Schuljahres geben solchen Vorfällen so gut wie keine Chance, sich in den Vordergrund zu drängen.

Ich bedanke mich somit herzlichst bei meiner Klasse und vor allem bei meinen Freunden für dieses fabelhafte und wunderbare Schuljahr, welches das letzte in meinem Leben war. Eine tolle letzte Station von einem wichtigen Lebensabschnitt, welchen ich nun hinter mir habe.
Als stiller und noch ziemlich schüchterner Mensch bin ich Herbst 2015 in die Klasse gekommen ‒ Angst davor hatte, mit diesen vielen fremden Gesichtern zusammen zu sein.
Jetzt, fast zwei Jahre später, bin ich zwar trotzdem manchmal still und introvertiert, durch meine wunderbaren Freunde aber auch etwas aufgeschlossener geworden. Fremde Gesichter machen mich nicht mehr ganz so nervös, manchmal bin ich in der Öffentlichkeit auch gerne laut, Kleinigkeiten sind mir nicht mehr peinlich. Die Schule hat mich persönlich wirklich echt ein gutes Stück voran getrieben, was Persönlichkeit angeht.
 
Zu gerne würde ich weitere Schuljahre mit meinen Freunden bestreiten, denn die Zeit war einfach unbeschreiblich toll und lustig. Leider geht das nicht, dafür bleibt die zwölfte und letzte Klasse in guter Erinnerung für die Ewigkeit. Es ist wie, als wenn eine lange Zugfahrt jetzt vorbei ist. Für immer. Eine Fahrt, die zwölf Schuljahre lang andauerte. Egal, wie nervig Schule auch war, wie viel Zeit sie gefressen hat, manchmal ein kleiner Teufel für mich war, vermissen werde ich dich in Zukunft bestimmt. Und wenn es nur ein bisschen ist. Zumindest die letzten zwei Schuljahre.


Dienstag, 27. Juni 2017

Noten ‒ oder auch: Zahlen ohne Persönlichkeit


Meine Schulzeit ist vorüber, ab jetzt muss ich mich nicht mehr mit diesen Zahlen plagen, welche dennoch viel bedeuten (oder für mich eher bedeuteten), dich zittern lassen und sogar deinen Abschluss beeinflussen: Noten.

Ich persönlich habe viel Wert auf Noten gelegt die letzten Jahre. Meine Leistung manchmal höher gesetzt, als ich eigentlich geben konnte. Ja, Noten waren kleine Teufel für mich, aber sobald ich die gewünschte Note bekam, war ich happy. Und wenn nicht, dann war ich enttäuscht, manchmal auch sauer auf mich selbst.

Dennoch kann ich mit großer Zuversicht sagen, dass ich Noten sinnlos und unpersönlich finde. Und in diesem Punkt können mir bestimmt einige Lehrer und Schüler zustimmen.

Für mich ist dies eine olle Bewertung nach einem System. Dein Aufsatz klingt lebendig und lässt sich wunderbar lesen? Schön für dich, du hast dich allerdings nicht an die Argumentationsketten gehalten – die spielen nämlich eine große Rolle, egal, wie verkrampft der Text dann wirkt (ja, ich finde das so)!

Ich persönlich habe das Gefühl, dass meine wirklichen Stärken durch die Noten nie wirklich in den Vordergrund kamen.
Mich auszudrücken in jeglicher Form (sei es dort Schrift oder Bild) macht mir am meisten Spaß, aber im Schulfach Deutsch habe ich das Gefühl, dass man keinerlei Freiheiten hat, was das Schreiben angeht. Man muss wie gesagt immer einem gewissen Schema nachgehen und wenn das nicht vorhanden ist, passt's dem Lehrer nicht.
Von Kunst brauchen wir erst gar nicht sprechen, das hatte mir Ende der Gesamtschulzeit nämlich selten bis gar keinen Spaß gemacht, meistens hatte ich eine Lehrerin, die nach Sympathie bewertete. Und ja, sowas gibt's ‒ viele Schüler können mir da mit Sicherheit zustimmen.




Hat man in dem Schuljahr schulische, familiäre oder auch persönliche Probleme und somit keinen Kopf für's Lernen, so kriegt man schlechte Zensuren reingedrückt. Ob der Schüler sich trotzdem so gut es ging angestrengt hat, wird ausgelassen. Arbeit verkackt ‒ Fach verkackt. 
Ein Beispiel wäre eine Freundin. Die hat jedenfalls keine Probleme (zumindest ist mir nichts bekannt), dafür aber ziemlich schwer Dyskalkulie. Egal, wie viele Nachmittage sie mit uns verbracht und sich mit Rechnungen gequält hatte, es ging nie in ihren Kopf. Sie war lernwillig und nicht dumm, dennoch wurde ihr Engagement nicht bewertet, einfach, weil es keinen kümmert.

Mündliche Noten sind die Feinde eines jeden schüchternen und introvertierten Schülers. Nicht jeder mag es, im Mittelpunkt einer Menschengruppe zu stehen, dennoch kriegt man bei jeder Notenbesprechung den Spruch "Du bist zu still" an den Kopf geknallt. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass, wenn man einmal den Ruf "Stiller Schüler" hat, ihn nie wieder los wird. 
Mich persönlich setzt es unter Druck, jeden Unterricht dazusitzen und im Kopf Strichliste zu führen, wie oft ich denn schon was gesagt habe. Es gibt Menschen, die sich im Kopf Gedanken zu dem Thema machen, trotzdem voll dabei sind. So auch ich.
Und diese Menschen gehen dann mit einem Nachteil aus dem Klassenraum, da die mündliche Note die komplette Leistung öfters runterzieht. 

Natürlich juckt es mich im Endeffekt nicht mehr, da ich dann aus der Schule raus bin und es könnte mir auch eigentlich total egal sein jetzt, aber ich will meine Gedanken zu diesem Thema los werden, denn ganz kalt lässt es mich nicht. Texte im Zeugnis sind meiner Meinung nach weitaus aussagekräftiger und man kann sich ein weitaus besseres Bild über die Person machen, als wenn man nur olle Zahlen neben dem Fach stehen hat. Schwächen werden zwar aufgelistet, jedoch kann man die Stärken eindeutig leichter herauslesen.

Natürlich ist das ein kompliziertes Thema und der ein oder andere denkt mit Sicherheit anders, aber viele meiner Freunde sind derselben Meinung. Und nachdem ich mit ihnen schon darüber diskutiert hatte, wollte ich euch mal meine Gedanken teilen und euch eventuell dazu ankurbeln, ebenfalls darüber nachzudenken.

Samstag, 24. Juni 2017

Kugelschreiber und Wasserfarbe ‒ ein Experiment

Bei der Begrüßung steigt die kleine Hessin in mir auf. :D Uff ... 

Donnerstagnachmittag. Ich hatte noch etwa eine Stunde, ehe meine Freunde zu Hause eintrudelten. Also holte ich mein Skizzenbuch aus dem Regal, suchte einen Kulli in meinem Stiftechaos auf dem Schreibtisch und fing auf einer leeren Seite an, planlos herumzukritzeln. Als Zeitvertreib, damit die Stunde schneller rumging und ich endlich meine Freunde um mich rum hatte. 

Ich hatte meinen Spaß dabei und wurde sogar fertig, bevor die Gäste vor der Türe standen. 
Schnell fotografiert, auf Instagram und Twitter gepostet und das Skizzenbuch verstaut, damit es ja keiner findet, weil man das Skizzenbuch schließlich ungern anderen zeigt. 


Schon am Ende des Zeichnens kam mir der Gedanke, die Skizze mit Wasserfarbe zu colorieren, das hätte sicher eine gute Wirkung.
Am nächsten Abend probierte ich es aus, holte meinen Wasserfarbkasten und mischte die Farben zusammen. Ich wusste bereits schon, wie die Haare und Augen aussehen sollten.


Ich bin überrascht, dass der Kulli an keiner Stelle nicht mal ein bisschen verschmiert ist, egal, wie viel Wasser in der Farbe war. Dafür ist das Papier jetzt schön gewellt, da mein Skizzenbuch nicht wirklich für Wasserfarbarbeiten gedacht ist. Aber ist mir egal, ich mag das Bild trotzdem. c: 

Eventuell werde ich in Zukunft öfter mit Kulli als Outlining arbeiten, da man da im Gegensatz zum Fineliner oder zur Zeichentusche die Möglichkeit hat, aufzudrücken. Und das gibt dem Bild ein ganz anderes Aussehen, wenn die Lines unterschiedliche Helligkeitsstufen haben.


Dienstag, 20. Juni 2017

Zurück im Manga-Business!


Der Eignungstest von der Hochschule ist (endlich!) vorbei und ich kann mich  nun nach langer Zeit wieder meinen Mangazeichnungen widmen. Zum Glück, die Tage davor waren echt der Horror.
Zugegeben, es hat echt Spaß gemacht, Gefühle und Gedanken in Bilder zu verpacken und aus ein bisschen Nachdenken etwas Materielles zu erschaffen, aber ganz ehrlich: Ich hab es echt vermisst, Mangas zu zeichnen. Irgendwann will man nicht mehr kreativ sein beim Zeichnen, stundenlang darüber nachdenken, wie man die Message am besten darstellt.

Umso glücklicher war ich, als der Test vorüber war und ich mich somit nicht mehr meiner Mappe widmen musste. 
Endlich wieder Zeit für Mangas.

Es war jedoch nicht leicht, wieder zurück ins Manga-Business zu kommen. Am ersten Abend dauerte es nicht mal zehn Minuten und ich hörte auf, weil mir das auf dem Papier überhaupt nicht gefiel. 

Dann fing ich aber eines Mittags in meinem Skizzenbuch mit dem Kulli an, irgendwas zu zeichnen. Erst Augen. Dann zeichnete ich den Kopf. Und schließlich die Haare. 
Mir gefiel das Bild und irgendwie hatte ich auch das leise Gefühl, als hätte sich mein Stil innerhalb der zwei Monate von selbst ein wenig geändert.

Abends zeichnete ich dann wieder mit Kulli, diesmal war ein Chibi geplant. Mit dem war ich auch ziemlich zufrieden, dafür, dass ich keine Vorskizze des Körpers gemacht habe.


Samstagnacht widmete ich dann einem richtigen Bild. Es war schließlich so langsam mal an der Zeit, wieder etwas Aufwendiges zu zeichnen und keine Kulliskizzen.

Zuerst wusste ich nicht was, schließlich kam ich auf die Idee, mal nach langer Zeit wieder ein "Fan"art zu zeichnen. (Ich find den Ausdruck in dem Zusammenhang komisch, weil ich mich selber eigentlich nicht als Fan der Person bezeichnen würde)

Erinnert ihr euch noch an meinen Versuch, ein Foto von Kati (die Freundin von Dner aka Felix von der Laden, falls ihr nicht wisst, von wem ich rede) in meinen Manga-Stil zu kopieren? 
Ich hatte Lust, Kati wieder zu zeichnen. Die Haare von ihr machen mir am meisten Spaß beim Zeichnen!
Allerdings wollte ich diesmal meiner Kreativität freien Lauf lassen und kein Foto als Vorlage nehmen. 
Die Motivsuche dauerte nicht lange, denn Kati ist ein großer Pferdefan und da sie (vermute ich) eine Reitbeteiligung hat, wollte ich das Pferd "Sternchen" und sie zeichnen. 

Anklicken und das Bild wächst!
Ich habe mir sogar extra nochmal den Vlog dazu angeschaut, in dem Sternchen vorkommt, damit ich jaaa keine Fehler mit dem Fell mache. xD 

In der Nacht schaffte ich es nur bis zum ersten Bild der Coloration, um kurz vor halb fünf morgens ließ ich den Stift fallen und legte mich ins Bett. 
Als ich dann irgendwann nach elf Uhr aufwachte, setzte ich mich direkt an den Schreibtisch, ich wollte das Bild unbedingt beenden. Und zwar noch heute. Es machte einfach so Spaß. 
Nachdem ich mit dem Wasser die Farbe verwischt hatte, machte ich noch einen Feinschliff und hier und da ein paar Feinheiten in Sachen Schatten, schließlich kam der Hintergrund. Dazu gibt's allerdings keine Fotos, I'm sorry.

Ich packte hierfür meinen Wasserfarbkasten aus, mit Buntstiften würde das viel zu lange dauern. 
Für den Hintergrund brauchte ich nicht lange, und gegen 16 Uhr oder so wurde es fertig.

 
Pc hochgefahren, Bild gescannt (ich habe nach Ewigkeiten endlich mal meinen Scanner eingerichtet!) und in Photoshop nochmal die Sättigung korrigiert. 

Anschließend lud ich das Bild sowohl auf Twitter, als auch auf Instagram hoch. 

Es dauerte nicht lange, da bekam ich auf Twitter eine Notification.


Und Leute, ihr hättet mich sehen müssen, als ich den Tweet gelesen hab. Ich kam überhaupt nicht mehr auf mein Leben klar! :D
Mit 'nem Like habe ich zwar gerechnet, aber dass sie antworten würde, hielt ich für unwahrscheinlich, da sie mein letztes Bild auch "nur" geliket hat.
Vor Freude musste ich dann Nutyes in WhatsApp anschreiben, ich weiß nicht wieso, ich war einfach so happy, ich musste es irgendeinem erzählen.
Auf Instagram hat sie zwar auch ein Herzchen da gelassen, aber über ihren Tweet habe ich mich dann doch mehr gefreut. :D 

Durch ihren Tweet bekam mein Bild auch noch mehr Aufmerksamkeit als eigentlich erwartet und meine Mitteilungen waren die letzten Tage auch ziemlich gefüllt: 



Diese Likes. *-* Ein Traum für mich. xD

Inzwischen hat das Bild ein Plätzchen an meiner eigentlichen Copicwand gefunden, die wird sie seit längerem irgendwie für jegliche Art von Zeichnung benutzt. 

Ich bezweifle zwar, dass du das jemals hier lesen wirst, Kati, aber danke für deine Antwort aka deinem Tweet. Ich habe mich sehr darüber gefreut. :)
Mit Sicherheit wird es in Zukunft noch das ein oder andere Bild zu ihr geben, denn es macht mir einfach viel zu viel Spaß, sie zu zeichnen. 

Montag, 19. Juni 2017

art feelings #05: Farbgefühle

Dienstagabend bei der Mappenbesprechung in der Hochschule. Ich holte meine Bilder aus meiner Mappe und legte sie auf dem Tisch aus. 
"Ziemlich bunt.", sagte die Studentin und schaute sich die Bilder an.
"Ja, ich mag es, mit Farben zu malen.", antwortete ich darauf. 
Anschließend wurde ich gefragt, wieso. 
Farben verleihen dem Bild Wirkung und transportieren Gefühle, antwortete ich in etwa. 
Die Studentin gab mir einen Denkanstoß. Ich sollte doch mal zeigen, wie Farben Wirkung verleihen können. So entstand nach etwas Grübelei das heutige Bild. 

Farben regieren unseren Alltag und sind so gut wie gar nicht mehr wegzudenken.
Unbewusst assoziieren wir mit ihr viele Dinge: Rot signaliert für Warnung, Sonne steht für Gelb, bei Blau denken wir ans Wasser.

Ich liebe es, mit Farben zu arbeiten. Das ist auch eine der Dinge, die ich am meisten beim Malen und Zeichnen mag. Vor allem aber beim Malen.
Zuschauen, welche Farbe rauskommt, wenn man mehrere miteinander mischt, wie verschiedene Farbtöne miteinander harmonieren und so weiter. 
Durch die Farben wirkt das Bild einfach viel lebendiger, es lebt in einem Gefühle auf. Meistens positive.

Und so kam ich auf die Idee, ein Bild zu diesem Thema zu machen. Ich wollte zeigen, dass Farbe eine wichtige Rolle spielt. 

Ich wandte mich für dieses Beispiel an die Natur, da diese größtenteils doch ziemlich farbig und bunt ist. Im Frühling, im Sommer, vor allem aber im Herbst.

Ich wollte anfangs ein Bild zweimal zeichnen auf je ein Papier, jedoch gefiel mir die Idee nicht und so kam ich irgendwann auf den grandiösen Einfall, einen Baum als Raumtrenner zu benutzen.

Es ist ein und dasselbe Motiv, jedoch ist das andere farbig, das andere dafür eher gräulich. Während die linke Seite positiv auf einen wirkt, ist die rechte eher bedrückend und düster. Trotz, dass alles eigentlich gleich aussieht, werden verschiedene Wirkungen rübergebracht.

Das Ganze ist auch eher quick and dirty gemalt, weil ich mehr den Fokus auf die Farbdeutung gelegt habe.

Kritik und Verbesserungsvorschläge sind gerne gewünscht, für sowas bin ich jederzeit offen. c: